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Grüne Werte Wertzins 3 GmbH

 BaFin veröffentlicht Hinweis auf Zinsausfall für Anleger 

[Köln/18.02.2018] Unter der Rubrik Verbraucherschutz veröffentlichte die BaFin (Finanzaufsicht) dass für die Namensschuldverschreibung WERTZINS PREMIUM 2019 und WERTZINS PREMIUM 2025 derzeit keine Zinszahlungen an Anleger erfolgen können. [weiter]

Gemäß § 11a Absatz 1 VermAnlG war die Grüne Werte Wertzins 3 GmbH verpflichtet dies der BaFin mitzuteilen.

Aus den Darlehensverträgen mit den Anlageobjekten seien die Zahlungen entgegen entsprechender Zusagen nicht erfolgt, sondern "unterbrochen". Zurückzuführen sei dies auf "Umstrukturierungen" bei den Anlageobjekten (Kreditnehmern), teilt die Emittentin mit.

Allein die vorhandene Liquidität der Emittentin würde, ohne diese Zahlungen der Anlageobjekte, für die Zinszahlungen an die Anleger aber nicht ausreichen. Sollten die Zahlungen der Anlageobjekte auf die Darlehensverbindlichkeiten aber dauerhaft ausbleiben, ist auch die Rückzahlung der Namensschuldverschreibung WERTZINS PREMIUM 2019 und WERTZINS PREMIUM 2025 gefährdet.

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch sein, dass § 11a  VermAnlG eine Veröffentlichung nur dann erzwingt wenn:

  • eine nicht öffentliche Tatsache geeignet ist eine Vertragserfüllung gegenüber den Anlegern erheblich zu beeinträchtigen.

Im Falle einer leichtfertigen Nichtveröffentlichung droht einem Unternehmen eine Geldbuße von bis zu 100.000 € (§ 29 Absatz 3 VermAnlG). Ob das Unternehmen dann die Geschäftsführung persönlich in Regress nehmen kann, ist dann eine Frage des Einzelfalls.

Umstrukturierungsmaßnahmen, Ausbleiben vertragsgemäßer Zahlungen, aktuell nicht ausreichende Liquidität für die Zinsen, mögliche Beeinträchtigung der Rückzahlung der Anleihe müssen natürlich alles kein Grund für eine Panik der Anleger sein.

Die Erfahrung lehrt aber, dass der Letzte, der in Panik gerät die geringsten Überlebenschancen hat.

Fragen Sie sich selbst, was würde eine Bank, als Kreditgeber, an Ihrer Stelle tun…


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