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Gebr. Sanders GmbH & Co.KG

[ Köln / 10.12.2016 ] Die Gebr. Sanders GmbH & Co.KG aus Bramsche gab im Jahre 2013 eine Mittelstandsanleihe über 22. Mio. € heraus (Unternehmensanleihe 2013/2018 WKN: A1X3MD  /  ISIN:  DE000A1X3MD9), zur Finanzierung ihres Unternehmens im Geschäftsbereich Bettwaren

Ende September 2016 beantragte die Geschäftsleitung die Einleitung eines so genannten Schutzschirmverfahrens beim Insolvenzgericht Bersenbrück/ Nds, um Zeit für eine Sanierung des Unternehmens zu gewinnen. Eine deutsche Großbank konnte sich nicht entscheiden eine notwendige Kreditlinie (Borrowing-Base-Finanzierung) zu verlängern, sodass eine zukünftige Zahlungsunfähigkeit drohte.

Forderungen von Gläubigern mußten dank Schutzschirm zunächst nicht bezahlt werden. Auch die Anleihezinsen, die am 22.10.2016 fällig sind, werden als Gläubigerforderungen von dem Schutzschirm abgewehrt und ihre Zahlung ausgesetzt.

Nachdem dem Antrag vom Insolvenzgericht entsprochen worden war, sollte dann in dem höchstens 3 Monate dauernden Schutzschirmverfahren ein Insolvenzplan erstellt werden, nach dessen Vorgaben das Unternehmen gerettet werden sollte.

Bereits in der 2 Woche des Schutzschirmverfahrens, am 10.10.2016, mußte das Unternehmen aber dem Insolvenzgericht Bersenbrück anzeigen, daß aus der „drohenden“, eine echte Zahlungsunfähigkeit geworden ist, nachdem die Bank die Prolongation der Kreditlinie endgültig verweigerte. Die Anzeige der Zahlungsunfähigkeit kann grundsätzlich dazu führen, daß das Gericht danach von einer Aussichtslosigkeit der Sanierung ausgeht, oder der vorläufige Gläubigerausschuß, oder bestimmte Gläubiger die Aufhebung des Schutzschirmverfahrens beantragen.  Das Insolvenzgericht hätte dann über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu entscheiden.

Aus Presseberichten ist nur zu entnehmen, daß trotzt der Zahlungsunfähigkeit das Gericht eine Fortsetzung des Schutzschirmverfahrens zugestimmt haben soll. Eine Aufhebung des Schutzschirmverfahrens oder Beendigung des Sanierungsverfahrens, ist durch das Insolvenzgericht bisher auch nicht bekanntgemacht worden.Lediglich am 13.10.2016 ein Insolvenzantrag für die persönlich haftenden Gesellschafter der Gebr. Sanders GmbH & Co.KG gestellt. Es kann damit davon ausgegangen werden, daß das Verfahren mit dem Ziel einen Insolvenzplan für die Gesellschaft zu erarbeiten, zunächst weiter fortgesetzt wird.

Viel Positives wird für die Anleger (Anleihezeichner), aller Voraussicht nach, in dem Plan indes nicht zu finden sein. Für die Anleger sind zumindest erhebliche Verschlechterungen bei den Zinsen, der Laufzeit und den Modalitäten der Rückzahlung zu erwarten. Bei einer Veräußerung des Unternehmens als Ganzes an einen Investor ist für die Anleger auch ein Totalverlust möglich.    

Die Anleger sind Kummer gewöhnt. Bereits im Januar 2016 wurden, nach mehreren Anläufen, die Anleihebedingungen verändert um in den nächsten Jahren (!) eine „nachhaltige Veränderung der Finanzierungsstrukturen“ zu ermöglichen.

Günstige Finanzierungskonditionen seien nur zu erreichen, wenn man Sicherheiten stellen könne.

Besonders „nachhaltig“ war die „verändert Finanzstruktur“, wohl nur für finanzierenden Banken, denen Sicherheiten für ihre Kredite gewährt werden konnten. Mit dem Erlös aus Verwertung der Sicherheiten werden dann aber nur die Banken beglückt, die die ganze Insolvenz und die Ergebnisse der Sanierungsversuche des Unternehmens damit auch eher gelassen abwarten können.

Das gilt aber nicht für die ungesicherten Anleger, die die Mittelstandsanleihe 2013/2018 (WKN: A1X3MD  /  ISIN:  DE000A1X3MD9) gekauft haben. Wenn Sie, als Anleger, nicht wollen, daß die Sanierung hauptsächlich auf ihrem Rücken erfolgt, sollten Sie unser Angegot einer kostenfreien Ersteinschätzung Ihres Falles wahrnehmen.

Für eine kostenfreie Ersteinschätzung füllen Sie bitte erst den Mandantenfragebogen aus und senden uns diesen per Mail oder Post zu. Weitere Hinweise zu den Kosten finden Sie unter der Seite Kosten

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Allgemeines Video zu Unternehmensanleihen

Mandantenfragebogen
Mandantenfragebogen_Kapitalanlage.pdf (191.84KB)
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